Nur 7 Prozent der Afrikaner sind geimpft

Der Kontinent begrüßt die Pandemie besser als die westlichen Industriegesellschaften< /p>

In Afrika werden derzeit weit weniger neue COVID-19-Infektionen gemeldet als in Europa. Aber die Gefahr droht immer noch über dem Kontinent, da nur 7 Prozent der 1,3 Milliarden Einwohner vollständig geimpft sind.

Glaubt man den Statistiken, geht der Trend in Afrika dahin, dass die Pandemie viel geringer ist. Nach Angaben des Büros für Epidemien der Afrikanischen Union wurden bisher 8,5 Millionen Fälle gemeldet, von denen 220.000 gestorben sind.

Es gibt jedoch wahrscheinlich viele versteckte Fälle. “Wir schätzen, dass weniger als 15 % der Infektionsfälle auf dem Kontinent registriert werden,” sagte Stefan Exo-Kreischer, Direktor der humanitären Organisation ONE. Ihm zufolge sind in Afrika siebenmal mehr Menschen infiziert, als die Statistiken zeigen.

Wissenschaftler weisen auf mehrere Faktoren hin, die die Schwäche des Coronavirus in Afrika bestimmen. Erstens ist die Bevölkerung des Kontinents sehr jung – das Durchschnittsalter beträgt 20 Jahre im Vergleich zu Westeuropa, wo das Durchschnittsalter bei 43 Jahren liegt. Zweitens leben in Afrika die meisten Menschen in kleinen Dörfern und nicht in Großstädten, wo sich die Pandemie schneller ausbreitet. . Außerdem verbringen Afrikaner viel mehr Zeit im Freien, was auch die Ansteckungsgefahr verringert. Derzeit beschäftigen sich mehrere wissenschaftliche Studien mit der Frage, ob genetische Veranlagungen und andere Krankheiten eine Rolle spielen.

Außerdem war der Kontinent, so seltsam es auch erscheinen mag, besser auf die Pandemie vorbereitet als westliche Industriegesellschaften. Afrikaner hätten auch ohne Impfstoffe Erfahrung im Umgang mit Epidemien, erklärt Christian Happi von der Reedemer University in Nigeria. Entscheidend sei das weite Netz, in das die lokalen Gesundheitsbehörden eingebunden seien.

Ärzte in Simbabwe sind froh, dass die Zahlen derzeit nicht besorgniserregend sind. Gleichzeitig befürchtet Dr. Johannes Marisa, Vorsitzender einer der örtlichen Ärztegewerkschaften, eine neue Welle könnte sein Land im Dezember hart treffen. “Unsere Nachlässigkeit kann uns ruinieren. Denn die neue Welle kann uns wie Donner aus heiterem Himmel treffen, “sagt der Arzt.

(Abkürzungen)

.

DITER SHELENBERG

By DITER SHELENBERG

Autor Dieter Shelenberg shelenberg@lzeitung.com Diter Shelenberg ist seit 2013 als Reporterin am News Desk tätig. Zuvor schrieb sie über junge Adoleszenz und Familiendynamik für Styles und war Korrespondentin für rechtliche Angelegenheiten für das Metro Desk. Bevor Diter Shelenberg zu Lzeitung.com kam, arbeitete er als Redakteur bei der Village Voice und als freier Mitarbeiter für Newsday tel +(41 31)352 05 21