Irmgard Furchner wird beschuldigt, als Stenotypistin im Stutthof an der Ermordung von 11.412 Menschen mitgewirkt zu haben Konzentrationslager zwischen 1943 und 1945 (Bild: EPA)

Ein 96-jähriger Nazi, der versuchte, einem Prozess wegen Mittäterschaft an der Ermordung von mehr als 11.000 Menschen auszuweichen, ist endlich vor Gericht erschienen.< /p>

Irmgard Furchner wird beschuldigt, zwischen 1943 und 1945 als Schreibkraft im KZ Stutthof im von den Nazis besetzten Polen an der Ermordung von 11.412 Menschen mitgewirkt zu haben.

Ihr Prozess war Sie sollte am 30. September beginnen, aber das Verfahren musste ausgesetzt werden, als sie nur wenige Stunden nach der Anhörung auf der Flucht war.

Sie hatte zuvor am 8. September einen Brief an das Gericht geschrieben, in dem sie erklärte, warum sie dachte nicht, dass sie vor Gericht gestellt werden sollte.

Darin stand: 'Aufgrund meines Alters und meiner körperlichen Einschränkungen werde ich nicht an den Gerichtsterminen teilnehmen und den Verteidiger bitten, mich zu vertreten.

'Ich möchte mir diese Peinlichkeiten ersparen und nicht mache mich zum Gespött der Menschheit.'

Trotz des Schreibens schien das Gericht nicht daran zu glauben, dass Furchner davonlaufen würde und sie durfte daher kommen und gehen frei im Vorfeld des Trials.

Aber am Morgen des 30. September verließ sie ihr Zuhause in einem Taxi und erschien nie vor Gericht.

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Furchners Zeit als Flüchtling dauerte jedoch nicht lange, da die Polizei sie innerhalb von Stunden nach ihrem Verschwinden aufspürte.

Sie wurde festgenommen und fünf Tage lang inhaftiert.

Am Dienstag wurde Furchner im Rollstuhl in den Gerichtssaal des Landgerichts Itzehoe gebracht, um die Anklage gegen sie anzuhören.

Ihr Gesicht war hinter einer weißen Maske und einem zugezogenen Schal kaum zu sehen tief über ihren Augen.

Die Sicherheit war schwer, als der Richter und das Rechtspersonal das Gericht betraten.

Nazi-KZ-Sekretärin, 96, nach Flucht endlich vor Gericht

Irmgard Furchner, die erst 18 Jahre alt war, als sie ihre Arbeit im Lager Stutthof antrat und als erste Frau seit Jahrzehnten vor Gericht steht über Verbrechen im Zusammenhang mit dem Dritten Reich

Trotz ihres derzeitigen Alters wird Furchner vor einem Jugendgericht angeklagt, weil sie unter 21 Jahre alt war, als die mutmaßlichen Verbrechen begangen wurden.

Die Staatsanwälte beschuldigen Furchner, Teil des Apparats zu sein, der den Die Funktion des Nazi-Lagers Stutthof während des Zweiten Weltkriegs vor mehr als 75 Jahren.

Zwischen 1939 und 1945 starben etwa 65.000 Menschen an Hunger und Krankheiten oder in den Gaskammern des Konzentrationslagers.

Dazu gehörten auch Kriegsgefangene und Juden, die in die Vernichtungskampagne der Nazis verwickelt waren.

Furchner soll in ihrer Funktion als Stenografin und Schreibkraft in der Lagerkommandantur “den Lagerverantwortlichen bei der systematischen Tötung der dort Inhaftierten zwischen Juni 1943 und April 1945 geholfen und unterstützt haben”.

Nazi-KZ-Sekretär, 96, nach Flucht endlich vor Gericht

Furchner wurde in einem Krankenwagenstuhl in den Gerichtssaal gefahren und reagierte nicht auf die gegen sie verlesenen Anklagen (Bild: AP)

SS-Offizier Paul Werner Hoppe, Furchners Chef während ihrer Zeit im Lager, wurde zu neun Jahre Gefängnis für seine Position im Lager vor einem westdeutschen Gericht im Jahr 1957.

Furchner ist der jüngste Neunzigjährige, der wegen Holocaust-Verbrechen angeklagt wurde, was von der Staatsanwaltschaft als Eile angesehen wird um die letzte Gelegenheit zu ergreifen, um den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Obwohl die Staatsanwaltschaft in den 1960er-Jahren die “Frankfurter Auschwitz-Prozesse” die Haupttäter verurteilte – diejenigen, die Befehle erließen oder den Abzug betätigten, war die Praxis bis zum 2000er Jahre sollten untergeordnete Verdächtige in Ruhe lassen.

Furchner reagierte nicht auf die Vorwürfe, die am Dienstag gegen sie erhoben wurden.

Der Test wird voraussichtlich am 26. Oktober fortgesetzt.

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DITER SHELENBERG

By DITER SHELENBERG

Autor Dieter Shelenberg shelenberg@lzeitung.com Diter Shelenberg ist seit 2013 als Reporterin am News Desk tätig. Zuvor schrieb sie über junge Adoleszenz und Familiendynamik für Styles und war Korrespondentin für rechtliche Angelegenheiten für das Metro Desk. Bevor Diter Shelenberg zu Lzeitung.com kam, arbeitete er als Redakteur bei der Village Voice und als freier Mitarbeiter für Newsday tel +(41 31)352 05 21