Meinung|Lesermeinung

In Stockholm& #8217;s Geschäftskultur ist gute Unterhaltung wichtig, aber finnische Sprache mit Tiefgang ist umso interessanter.

Der Schwede mein Arbeitsplatz ist ein beliebtes Dating-Spiel. In der ersten Woche der neuen Mitarbeiter schauen wir uns gemeinsam ein Youtube-Video an, in dem eine Amerikanerin fremden Menschen die großen Fragen des Lebens stellt. Was würdest du tun, wenn du erfährst, dass du morgen sterben würdest? Wovon träumst du? Welches Kindheitserlebnis hat Sie am meisten geprägt? Wovor hast du Angst?

Das Ansehen eines Videos soll natürlich eine Atmosphäre schaffen, in der Sie es wagen, vor anderen verletzlich zu sein. Viele Mittagsgespräche fallen oft auf eine unglückliche oberflächliche Ebene: Wir kennen uns scheinbar viel, aber wenig von dem, was im großen Maßstab im Leben wichtig ist. Nach dem Video wischen wir uns die Ecken und stellen uns gegenseitig die sogenannten Big-Talk-Themen vor, das schafft Vertrauen und Zusammenhalt in der Arbeitsgemeinschaft.

Nur Smalltalk im Yankee-Stil verhinderte lange Zeit meine Beleidigung der schwedischen Gesellschaft. Es schien umständlich, ein obligatorisches hur är läget det är bra tack hur är det själv hinzuzufügen? -litania zu Beginn jeder Diskussion. Wie bei einem Tanz, bei dem ich nicht wusste, wie man choreografiert. In der Stockholmer Geschäftskultur ist es jedoch eine wichtige Fähigkeit, Netzwerke zu schaffen und zu pflegen. Im besten Fall ist es ein lustiges Ritual und ein wesentlicher Bestandteil des grundlegenden Höflichkeitsverhaltens – ein zwangloses Gespräch, das alle gut gelaunt macht.

Small Talkia hingegen, der Finne, ist viel interessanter Big Talk.

Ich habe kürzlich einen finnischen Freund getroffen, den ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ich begrüße meinen neben seinem Koffer sitzenden Freund mit einem fröhlichen „Moiii was geht!“ mit einem Ausrufezeichen, und als Antwort erhielt ich eine gründliche Analyse über den Zustand der Beziehung, der Arbeit und der Wohnung. Ich hatte mir vorgestellt, dass diese Gespräche nach dem Abendessen in den frühen Morgenstunden im Hotel stattfinden würden, aber wir kamen nicht weiter als bis zu Tikkurilas Bahnhofsrestaurant.

Auch im Freundeskreis meiner Jugend taucht die Runde der Zugehörigkeit sofort ins kalte Wasser. Bei wenigen gemeinsamen Stunden im Jahr wird direkt und unverdreht über die eigenen Lebensereignisse gesprochen.

Wenn ich meinen Highschool-Freund treffe, habe ich Zeit zu denken, dass ich mir ausnahmsweise mal die Mühe mache, Smalltalk-Fähigkeiten zu schleifen, ist nützlich. Ich war bereit, an der Oberfläche zu kratzen, in den Augen meiner Ex erfolgreich und glücklich auszusehen. Ich war erstaunt, als die Antwort auch nach Jahren unprätentiös, tiefgründig und ehrlich war. Bei five minutes haben wir bereits vor zehn Jahren über unsere Berufswünsche und unsere Zukunftsträume gesprochen.

Obwohl ich manchmal hoffe, dass es welche geben wird mehr bedeutungsloses Gespräch in guter Stimmung in Finnland sowie großes Gerede sondergleichen. Kleine Worte können helfen, das Eis zu brechen, aber große Worte bauen Beziehungen auf, die über lange Zeit und Distanz halten.

Loviisa Läärä

Technologieexperte

Stockholm, Schweden

Lesermeinungen sind Reden, die von HS-Lesern verfasst und von der HS-Redaktion ausgewählt und gehalten werden. Unter www.hs.fi/kirjtamielipidekirjoitus/können Sie einen Kommentar hinterlassen oder die Prinzipien des Schreibens lesen.

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DITER SHELENBERG

By DITER SHELENBERG

Autor Dieter Shelenberg shelenberg@lzeitung.com Diter Shelenberg ist seit 2013 als Reporterin am News Desk tätig. Zuvor schrieb sie über junge Adoleszenz und Familiendynamik für Styles und war Korrespondentin für rechtliche Angelegenheiten für das Metro Desk. Bevor Diter Shelenberg zu Lzeitung.com kam, arbeitete er als Redakteur bei der Village Voice und als freier Mitarbeiter für Newsday tel +(41 31)352 05 21