GEOTHERMISCH: El Salvador deckt bereits einen erheblichen Teil seines Strombedarfs durch die Nutzung vulkanischer Wärmeenergie aus dem Boden. Diese Einrichtung ist eine von denen, die verwendet werden, um Bitcoin zu extrahieren. Foto: Camilo Freedman/SOPA Images/Shutterstock/Shutterstock

Die Menschen in der kleinen Republik Mittelamerika haben derzeit als einzige weltweit die Kryptowährung Bitcoin als öffentliches Zahlungsmittel eingeführt.

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Das Engagement von Präsident Nayib Bukele für die Kryptowährung in El Salvador hat viele schockiert.

Im September gab er auf Twitter bekannt, dass die Nationalversammlung des Landes das, wie er es nennt, “Bitcoin-Gesetz” – und dass die Kryptowährung damit zu einer perfekten Zahlungsalternative im Land geworden sei.

Die Behörden des Landes haben auch die digitale Geldbörse “Chivo” – was im salvadorianischen Slang “cool” bedeutet, laut CNBC. Präsident Bukele erscheint auch mit der Beschreibung “der coolste Diktator der Welt” in sozialen Medien.

Dem Präsidenten ist schon lange klar, dass er Geothermie nutzen will – das heißt, vulkanische Hitze in der Erde – Bitcoin zu extrahieren. Am Freitag gab er auf Twitter bekannt, dass sie ihren ersten Testversuch unternommen haben:

Laut Business Insider Der Gegenwert von 0,00483976 Bitcoin beträgt heute nur etwa 230 Dollar Wechselkurs – was etwas weniger als 2.000 norwegische Kronen bedeutet. Es ist jedoch bekannt, dass Kryptowährungen stark im Preis schwanken.

Eines der positiven Dinge an der Nutzung von Vulkanenergie ist, dass sie klimafreundlicher ist als die herkömmliche Gewinnung von Bitcoin. Letzteres erfordert in der Regel enorme Energieressourcen.

Präsident Bukeles hat zuvor erklärt, dass er die Bitcoin-Investition zu 100 Prozent klimaneutral gestalten möchte. Geothermie deckt nach offiziellen Angaben bereits ein Viertel des Stromverbrauchs des Landes.

PRÄSIDENT: Nayib Bukele bezeichnet sich selbst als “der coolste Diktator der Welt”. Im März wurde er zum Präsidenten von El Salvador wiedergewählt und zuvor war man ihm vorgeworfen, sowohl populistisch als auch autoritär zu sein. Foto: STANLEY ROAD/AFP

Trifft auf Widerstand

Das große Krypto-Experiment in El Salvador verlief nicht reibungslos.

Am ersten Tag nach der Zulassung von Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel im Land fiel der Preis laut BBC um rund 20 Prozent. Der Kanal schreibt auch, dass mehrere erlebt haben, dass die technische Lösung nicht funktionierte, als sie bezahlen mussten.

Am Nationalfeiertag des Landes, dem 15. September, nahmen Tausende von Menschen auf die Straße, um gegen das neue Kryptosystem und die Präsidentschaft von Bukele zu demonstrieren. Einige setzten auch die neuen Bitcoin-Geldautomaten in Brand.

DEMONSTRATE: Das neue Bitcoin-Programm in El Salvador ist in der Bevölkerung auf gemischte Erde geraten. Foto: JOSE CABEZAS/Reuters

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters hat mehr als die Hälfte der Bevölkerung des Landes kein festes Internet, was die Nutzung der digitalen Währung erschwert.

Außerdem fehlt vielen Leuten das Wissen über die Verwendung von Kryptowährungen.

Auf der anderen Seite “der coolste Diktator in der Welt” hat immer noch eine hohe Unterstützung in Meinungsumfragen. In einer davon erhielt Nayib Bukele laut BBC Unterstützung von rund 85 Prozent der Bevölkerung.

DITER SHELENBERG

By DITER SHELENBERG

Autor Dieter Shelenberg shelenberg@lzeitung.com Diter Shelenberg ist seit 2013 als Reporterin am News Desk tätig. Zuvor schrieb sie über junge Adoleszenz und Familiendynamik für Styles und war Korrespondentin für rechtliche Angelegenheiten für das Metro Desk. Bevor Diter Shelenberg zu Lzeitung.com kam, arbeitete er als Redakteur bei der Village Voice und als freier Mitarbeiter für Newsday tel +(41 31)352 05 21