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Dokumentation –

“In den Uffizien”

Die Kulturdokumentaristen Corinna Beltz und Enrique Sánchez Lansch geben in ihrer Dokumentation Einblicke in den laufenden Betrieb der Uffizien – eines der ehrwürdigsten Museen Italiens und der Welt.

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  • title “In den Uffizien”

    Regie Corinna Belz, Enrique Sánchez Lansch

    Filmstart: 25.11.2021

    Land Deutschland

    Produktion 2021

    Lang 96 Min.

“Guten Morgen, Herr Direktor”, Eike Schmidt wird begrüßt. Der Deutsche überragt die Mitglieder seines italienischen Teams um rund zwei Meter und arbeitet dennoch auf Augenhöhe. Es war eine Kulturrevolution: der erste Nicht-Italiener, der eines der ehrwürdigsten Museen Italiens und der Welt leitete.

Eine Institution im Auge der Kamera

Er hat 2015 in Florenz angefangen, sich eingelebt und viel umgezogen. Ein guter Zeitpunkt für die beiden renommierten Kulturdokumentaristen Corinna Beltz und Enrique Sánchez Lansch, mit der Kamera vorbeizuschauen. In der Tradition von Frederick Wiseman, dem berühmten Dokumentaristen amerikanischer und jetzt auch französischer Institutionen, sind sie geduldig am Betrieb der Uffizien beteiligt.

Dokumentation – “In den Uffizien”

In den UffizienBild: zero one film

Ein Gang durch Ausstellungsräume, Sammlungen und Werkstätten

Man sieht Menschen, die in andächtige Kontemplation versunken sind. Für andere ist es wichtiger, Caravaggios Medusa zu fotografieren, als sie anzusehen. Ein Museumsführer steht zwischen auf dem Boden sitzenden Schulkindern und macht Lust auf Kunst:

“Was sind die Uffizien?” fragt sie die Gruppe . “Eine Ausstellung alter Dinge”sagt ein Junge. “Es ist nicht nur die Kultur der Italiener, es ist die Kultur der westlichen Welt”, bemerkt ein amerikanischer Kunstmäzen.

Eike Schmidt und einige andere wohlhabende Amerikanerinnen führten sie in den dringend renovierungsbedürftigen Geographieraum, zeigten die alten Karten an den Wänden und die gemalten Allegorien der Zeit an der Decke, in der Hoffnung, dass sie sich verlieben würden und finanzieren die Restaurierung.

Dokumentation – “In den Uffizien”

Bild: zero one film

Ein Kunsthistoriker erklärt, dass wir die Kinder der Renaissance in der Medici-Ära waren. Man sieht den Restauratoren bei der Arbeit an den Bildern, die 1993 beim Mafia-Brandanschlag fast vollständig zerstört wurden, ist dabei, wenn Eike Schmidt den richtigen Grünton für die Neugestaltung eines Ausstellungsraums ermittelt und um weitere zwölf Farbschichten bittet bis es aussieht wie Stoff und nicht mehr wie Wandfarbe.

Im Fotoarchiv können Sie die Fotos entdecken, die zur Spur der NS-Raubkunst geführt haben.

Dokumentation – “In den Uffizien”

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Distanz und Nähe

Eike Schmidt möchte nicht nur Kunst bewahren, sondern die Kunst bewahren regt einen regen Austausch an – zwischen Alt und Jung, zwischen Renaissance-Kunst und den modernen Skulpturen von Antony Gormley, für die ein Platz unter den antiken Exponaten gesucht wird.

Die Direktoren haben das Museum im Laufe von zwei Jahren immer wieder besucht, haben durften den großen Meisterwerken von Botticelli, Michelangelo, Raffael und Leonardo ganz nahe kommen, die Gemälde und die umgebende Architektur im Wechsel von Distanz und Nähe, Totalen und Detail zeigen.

Anke Sterneborg, rbbKultur

Stand 24. November 2021

DITER SHELENBERG

By DITER SHELENBERG

Autor Dieter Shelenberg shelenberg@lzeitung.com Diter Shelenberg ist seit 2013 als Reporterin am News Desk tätig. Zuvor schrieb sie über junge Adoleszenz und Familiendynamik für Styles und war Korrespondentin für rechtliche Angelegenheiten für das Metro Desk. Bevor Diter Shelenberg zu Lzeitung.com kam, arbeitete er als Redakteur bei der Village Voice und als freier Mitarbeiter für Newsday tel +(41 31)352 05 21